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Die Dürre hat 600.000 Tonnen Mais vernichtet

by Bilal Zeyno
Mais trocken Stress Trockenheit

Wie aus einer Pressemitteilung zu entnehmen, rechnet der Verband derzeit mit Einbußen von fast 600.000 Tonnen Mais durch Hitze und Trockenheit. Die anhaltende Trockenheit hat nach Angaben des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) zu massiven Ertragsausfällen bei Körnermais geführt.

Mais – knappe Marktversorgung

Wie der Getreidemarktexperte Guido Seedler in Berlin erklärte, wird die Erntemenge von Körnermais nun deutlich geringer ausfallen als ursprünglich prognostiziert. Der Verband schätzt die Menge auf nur noch 3,61 Millionen Tonnen, nach 4,07 Millionen im Juni und gut 4,3 Millionen Tonnen im Mai. Im vergangenen Jahr wurden 4,44 Millionen Tonnen Körnermais geerntet.

Die Dürre verursacht eine Lücke in der Futtermittelversorgung. Die Viehzuchtbetriebe werden wahrscheinlich mehr Flächen ernten müssen, um den Mangel an Futtermitteln auszugleichen. Auch Mais leidet unter der Dürre, aber nur in der Ukraine wird eine bessere Ernte vorhergesagt. “Wir müssen uns auf ein sehr knappes Marktangebot bei Mais einstellen”, resümierte Seedler.

Geringe Änderung der Schätzung

Der DRV hat seine Schätzungen für Getreide nur geringfügig geändert. Der Verband rechnet nun mit einer Gesamtgetreideernte von 42,9 Millionen Tonnen. Das sind nur 230.000 Tonnen weniger als im Vormonat und immer noch gut 750.000 Tonnen mehr als im Jahr 2021. Das Statistische Bundesamt (Destatis) geht in seinen Anfang August vorgelegten Zahlen von einer etwas höheren Getreideanbaufläche aus – 6,11 Millionen Hektar statt bisher 6,08 Millionen Hektar.

Der DRV meldete auch, dass die Trockenheit die Rapsaussaat verzögert. “Wenn es bis Mitte September keine nennenswerten Niederschläge gibt, ist mit einem Rückgang der Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen”, erklärte Seedler. Eine Reduzierung des Rapsanbaus wäre laut DRV schlecht für die Landwirte, da die aktuellen Marktbedingungen gute Argumente für eine Ausweitung lieferten. Der Verband hob seine Schätzung für die diesjährige Winterrapsernte aufgrund überraschend guter Erträge von 3,78 Millionen Tonnen auf 4,00 Millionen Tonnen an. 2021 waren nur 3,49 Millionen Tonnen der Ölfrucht gedroschen worden.

Beeinträchtigung der Logistik

Der DRV berichtet, dass die Dürre nicht nur die Erntemengen und Aussaatpläne beeinträchtigt, sondern nun auch massive Auswirkungen auf die Logistik hat. Getreide und Raps sind oft über weite Strecken transportiert.

Die Schiffsfracht wird aufgrund sinkender Flusspegel immer schwieriger, und die Notwendigkeit, die Ladung zu reduzieren, schränkt die Kapazitäten weiter ein, heißt es.

Auch Getreidetransport priorisieren

Die Raiffeisen-Genossenschaften sind auf den Lkw- und Bahntransport angewiesen, um Getreide pünktlich an die Lebens- und Futtermittelverarbeiter zu liefern. Mit Sorge betrachtet der Raiffeisenverband das Vorhaben der Bundesregierung, zur Sicherung der Energieversorgung dem Transport von Mineralöl und Kohle auf der Schiene Vorrang einzuräumen. “Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, muss auch dem Transport von Getreide und Ölsaaten auf der Schiene Vorrang eingeräumt werden”, mahnt Seedler.

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Quelle: https://www.fendt.com/de/agrar-news

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